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Neues Jahr, neue Aufgaben

Christoph Stark

Christoph Stark

Es fließt der Strom – Grüne Energie aus der Stubenbergklamm

Der 3. Dezember war ein denkwürdiger Tag! In der Stubenbergklamm ging das neue Wasserkraftwerk der Feistritzwerke-Steweag-GesmbH nach rund einjähriger Bauzeit in Betrieb – um 11 Uhr hieß es „Wasser marsch!“ Vor 110 Jahren haben unsere Vorväter hier energiepolitische Grundsteine gelegt, auf die wir nun aufbauen und weiterhin grüne Energie erzeugen können. Mir ist es ein Anliegen hier allen zu danken, die am Gelingen dieses rund 7 Millionen Euro großen Projektes mitgewirkt haben. Allen voran Dir. Ing. Walter Schiefer und Ing. Alexander Schloffer von den Feistritzwerken – stellvertretend für alle Planer, Sachverständige und bauausführende Firmen!

Als das Kraftwerk 1905 begründet wurde, brauchten die damaligen Entscheidungsträger viel Mut. Denn es war ungewiss, ob sie den Strom, der hier erzeugt wurde, am Markt auch gebraucht würde. Die Gleisdorfer stimmten darüber in einer Volksabstimmung ab, mit der Einschränkung, dass man den Strom am Sonntag wahrscheinlich nicht brauchen würde … 

Diese Sorgen haben wir heute nicht. Die hier produzierten 6.900.000 Kilowattstunden Strom im Jahr (ca. 36 % mehr als das alte Kraftwerk erzeugt hat) finden reichlich AbnehmerInnen. Dennoch war es ein Großprojekt, das mit einigen Risken verbunden war. Nun ist es in Betrieb und ich freue mich sehr darüber!

Budget 2016: Kein Spaziergang

Wenn Sie dieses Stadtjournal lesen, sollten die Budgetbeschlüsse im Gemeinderat bereits gefallen sein, worüber ich in der traditionellen Gemeinderatsinfo extra berichten werde. Vorweg nehmen kann ich, dass das Budget 2016 alles andere als ein Spaziergang war. Denn den Mehreinnahmen auf Basis der Gemeindefusion stehen auch Mehrausgaben und Mindereinnahmen gegenüber. So macht sich z.B. der Wegfall des „Kleinen Glückspiels“ mit einem Steuerausfall von rund € 180.000,- bemerkbar. Gleichzeitig erhöht sich der städtische Anteil am Sozialhilfeverbandsbudget um rund € 100.000 auf ca. € 2,2 Mio. Diese Veränderungen und einige politischen Wünsche mussten im Budget 2016 Platz haben, an dem über mehrere Wochen emsig gearbeitet wurde. 

Ein Bezirk steht zusammen

Wir stellen uns der Verantwortung und den Aufgaben! Unter diesem Motto hat sich eine überparteiliche Plattform im Bezirk Weiz gebildet, die sich des Themas „Integration“ annimmt. Einhelliger Tenor: Wir müssen schnell, gut und aktiv handeln, damit Integration jener Menschen gelingen kann, die bei uns ihr Asylverfahren abwarten.

Mehr als 40 VertreterInnen von Parteien, Kirchen, Kammern, Behörden, Bildungseinrichtungen, Rotes Kreuz, NGO's u.v.m. verleihen dieser Plattform einen echten Schub! Denn uns ist klar: Wir müssen die Integration aktiv betreiben, wenn sie gelingen soll. Tun wir das nicht (oder warten wir auf Aktivitäten des Bundes oder des Landes), laufen wir Gefahr, dass die mangelnde Integration zur gesellschaftlichen Belastung wird. Gleichzeitig sprachen sich die TeilnehmerInnen dafür aus, die bisher dankenswerter Weise erbrachten großartigen Leistungen der vielen Ehrenamtlichen zu würdigen, aber auch an der Entlastung dieser Freiwilligen zu arbeiten. Denn die Integrationslast kann nicht nur auf den Schultern des Ehrenamtes liegen, hier sind auf Dauer auch die öffentlichen Haushalte und Institutionen gefordert.

Und vereinbart ist: Wir wollen und müssen den AsylwerberInnen auf Basis unserer christlichen Herkunft Schutz und Hilfe bieten – und ihnen jene Werte vermitteln, die wir ihrerseits in unserer Region respektiert wissen wollen. Gemeinsam kann es gelingen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in ein glückliches Jahr 2016!

Herzliche Grüße!