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Die neue Schule, neue Mobilität und mehr Lärmschutz

Christoph Stark, Bürgermeister der Stadtgemeinde Gleisdorf

Christoph Stark, Bürgermeister der Stadtgemeinde Gleisdorf

Herzschlagfinale in der Volksschule

Dass die Nerven des gesamten Teams der Volksschule Gleisdorf am ersten Schultag etwas blank waren, ist leicht erklärt und auch verständlich. Denn in einem Finale mit Fotofinish ging der Schulum- und -zubau in den Tagen und Stunden davor zu Ende. Die Aufregung wurde wahrscheinlich nur mehr durch jene der TaferlklasslerInnen und deren Eltern getoppt.

Aber dank dem Zutun Vieler ist der Start gelungen, und zwar mit Bravour. Die VertreterInnen der Schulbehörden, die die formalrechtlichen Genehmigungen erteilten, sprachen bei ihrer Besichtigung von einer herausragenden Lösung und einer steirischen Vorzeigeschule.

Wenn das neue Haus am 13. Oktober offiziell mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnet wird, habe ich reichlich Gelegenheit mich bei vielen Projektbeteiligten zu bedanken. Heute möchte ich einen Dank vorwegnehmen. Diesen richte ich an die Damenschaft unseres Renigungsdienstes, das Schulwarteteam rund um Johann Kulmer und an Direktorin Martina Karner. Euer Einsatz war einfach phänomenal und ist weit, weit über das erwartbare Maß hinausgegangen. Namens der Stadt und der SchülerInnen und LehrerInnen, die dieses Schulhaus nun beseelen, DANKE ich euch allen!

Eine sehr gute Mobilitätslösung in Sicht

Seit vielen Jahren und vor allem seit der Gemeindefusion ist es mir ein echtes Anliegen, irgendeine Form des öffentlichen Verkehrs (ÖV) anzubieten, damit die Menschen in unserer Stadt ein gleichberechtigtes Mobilitätsangebot bekommen. Die Erweiterung des Seniorentaxis war dazu der erste Schritt. Nun ist es gelungen ein Micro-ÖV-Projekt über die gesamte Oststeiermark zu legen. Seit einigen Wochen liegen nun die Daten und Fakten auf dem Tisch, wie so ein System funktionieren kann, das z.B. in der Region Gleisdorf (in St. Margarethen/R., Markt Hartmannsdorf, Sinabelkirchen, Pischelsdorf, Ilztal, Albersdorf-Prebuch, Ludersdorf-Wilfersdorf, Hofstätten/R. und Gleisdorf) von Montag bis Sonntag zur Verfügung stehen würde.

Nun sind die Gemeinden am Zug, die Finanzierung dieses aus meiner Sicht gerade für den ländlichen Raum so wichtigen Projektes sicherzustellen. Fallen Land auf, Land ab diese Beschlüsse, dann könnte dieses Micro-ÖV-Angebot ab Juli 2019 realisiert werden. Gerade auch für mobilitätseingeschränkte Personen wäre das ein herausragender Schritt in Richtung eines selbstbestimmteren Lebens. Klar ist aber auch, dass so ein Vorhaben nur finanziert werden kann, wenn hier alle solidarisch an einem Strang ziehen. Ich hoffe auf die bestmögliche Lösung!

Zähe Verhandlungen in Sachen Lärmschutz

So atemberaubend das Tempo bei der Volksschulbaustelle war, so zäh sind die Verhandlungen rund um den Lärmschutz entlang der Autobahn. Seit einigen Jahren bemühen sich die RegionsvertreterInnen um eine Lösung im Sinne der AnrainerInnen, aber auch im Sinne der Verkehrssicherheit. Bei Bundesminister Norbert Hofer haben wir einen neuen Anlauf genommen. Was mich zuversichtlich stimmt, ist der Umstand, dass der Minister unsere Vorschläge zur Lärmreduktion wohlwollend aufgenommen und weitere Gespräche in dieser Sache bereits angeordnet hat. Die schon vorliegenden Unterstützungserklärungen aus dem Innenministerium (noch unter Minister Wolfgang Sobotka) und dem steirischen Verkehrsressort von Landesrat Anton Lang sind in der Sache durchaus hilfreich. Auch wenn die Mühlen langsam mahlen, meine Bürgermeisterkollegen und ich bleiben in der Sache dran!