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Das alte Bezirksgericht erwacht zu neuem Leben!

Ein altes Gemäuer wird bis zu seiner endgültigen Verwendung als "betreutes bzw. altersgerechtes Wohnen" einem neuem Zweck zugeführt!

Christoph Stark, Bürgermeister der Stadtgemeinde Gleisdorf

Christoph Stark, Bürgermeister der Stadtgemeinde Gleisdorf

Das alte Bezirksgericht erwacht zu neuem Leben

„Was passiert eigentlich mit dem ehemaligen Bezirksgericht“, wurde ich in den letzten Monaten mit Blick auf das imposante Gebäude und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der europaweiten Flüchtlingskrise oftmals gefragt. Nun gibt es darauf sehr konkrete Antworten:
In Zusammenarbeit zwischen der ARE Austrian Real Estate, einer Tochter der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) als Liegenschaftseigentümerin, und der Stadt wird auf diesem Standort ein Projekt „Betreubares bzw. altersgerechtes Wohnen“ umgesetzt. Damit wollen wir gemeinsam dem demografischen und gesellschaftlichen Trend Rechnung tragen und dieser Bevölkerungsgruppe einen attraktiven Wohnraum bieten. Ab sofort wird dazu ein Entwicklungsprojekt mit dem Ziel gestartet, die baulichen Maßnahmen spätestens im April 2018 umzusetzen.
Während der Projektentwicklungs- und Planungsphase stellt die ARE das Gebäude der Stadt mietfrei als Asylquartier zur Verfügung. Im Zusammenwirken mit der Caritas als Betreiberin soll das Haus in dieser Zeit ca. 80 Menschen, die ihr Asylverfahren abwarten, beherbergen, wobei die bereits in der Neugasse und in der Dr.-Hermann-Hornung-Gasse untergebrachten Asylwerber in das ehemalige Gericht übersiedeln.  Der Vorteil an dieser Form der Unterkunft ist, dass seitens der Caritas ein 24-Stunden-Dienst vor Ort installiert wird, um diese Menschen im Haus bestmöglich zu betreuen.
Das bisher als Aslyquartier dienende Haus in der Neugasse wird aufgrund der stetig steigenden Bevölkerungszahlen in naher Zukunft wieder für Kinderbetreuungszwecke gebraucht werden.
Es freut mich, dass durch diese Entwicklung nun gleich drei Bedürfnisse abgedeckt werden können. 

 

-Wir kommen der bundesrechtlich geregelten Asylquote von 1,5% der Wohnbevölkerung (das wären 157 AsylwerberInnen – derzeit sind es rund 50) zumindest in dieser Zeit näher.

 

-Was während dieser beiden Jahre passiert, ist aus heutiger Sicht ohnedies nicht vorhersehbar.Durch den frei werdenden Kindergarten können wir – unter der Voraussetzung der Zustimmung des Landes – die Nachfrage im Kinderbetreuungsbereich stillen.

 

-Das große Interesse an altersgerechten Wohnungen ist enorm. Hier gibt es nun eine neue und sehr konkrete Perspektive an einem historisch bedeutsamen Ort.

 

Fakt ist, dass mit all diesen Maßnahmen unser ehemaliges Bezirksgericht zu neuem Leben erwachen und in unserer Stadt eine neue Rolle einnehmen wird.


Herzliche Grüße!


Christoph Stark
Bürgermeister