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Alles wird verbaut!

Thomas Reiter, Gemeinderat, Referent für Landwirtschaft

Thomas Reiter, Gemeinderat, Referent für Landwirtschaft

Diesen Satz hört man (nicht nur) in unserer Gemeinde sehr häufig. 

Auf der einen Seite ist es erfreulich, wenn sich Betriebe und Menschen bei uns ansiedeln wollen. Ein Bild wie z.B. in Eisenerz ist das andere Extrem und ist sicherlich auch nicht erstrebenswert. Aber es gibt natürlich auch Schattenseiten der zunehmenden Versiegelung.   Die Landwirtschaft ist bedauerlicherweise flächenmäßig auf einem Rückzugsgefecht. Es herrscht das Spiel von Angebot und Nachfrage und die Grundstückspreise gehen nach oben. So kann man es nur akzeptieren, wenn so mancher Grundstücksbesitzer den Verkaufswert seines Grundstückes über den Ertragswert stellt und dieses der Verbauung preisgibt.

Die Gemeinde ist hier bei der Erstellung eines neuen Räumlichen Entwicklungskonzeptes und eines neuen Flächenwidmungsplanes gerade sehr gefordert – kann aber keine Wunder wirken!

Um das Tempo der Bodenversiegelung etwas zu drosseln, wäre die Revitalisierung von bereits bestehenden, alten  Gebäuden ein Ansatzpunkt. Wenn man mit offenen Augen durch unsere Gemeinde fährt  merkt man wieviele alte Wohnhäuser, leerstehende Kellerstöckel, Hallen, ungenutzte Ställe, usw. es  gibt. 

Ich möchte an alle Hausbesitzer appellieren, dies zu überdenken. Vielleicht ergibt sich die eine oder andere Gelegenheit einer Bessernutzung eines bestehenden Gebäudes und es kann so ein Neubau verhindert werden, über den dann geschimpft würde!